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Schule unter dem Diktat von Ideologien und Wirtschaftsinteressen

Das Thema Schule und Bildung steht bei Umfragen und Wahlen oft an erster Stelle. Es hat den Anschein, als ob die staatlichen Bemühungen auf diesem Gebiet besonders stark seien, zumal die Fähigkeiten unserer Kinder für unser aller Zukunft bedeutsam sind. Doch die Praxis zeigt ganz andere Ergebnisse. Betriebe beklagen sich über fehlende Grundlagen bei Auszubildenden, und selbst das Wissen von Abiturienten wird immer rudimentärer. Andererseits erscheint die Kindheit heute verkürzt, und die Schule erzeugt einen hohen Leistungsdruck mit einer Fülle von Lehrstoff, von dem aber kaum etwas hängen bleibt.

Hinzu kommen außerschulische Faktoren, wie die Überfremdung - was sich besonders in den Schulen negativ auswirkt – und die Einschränkung der Gehirnfunktionen durch Fernsehen, Computer und Telekommunikation.

Kurz, Schulreformen und Unterrichtspläne sind zu einem bedrückenden Dauerthema geworden. Auf diesem Feld toben sich nun die Ideologen des Gleichheitswahns und einer mißverstandenen Humanität aus. Die jüngste Steigerung ideologischer Reformwut in Baden-Württemberg hat für bundesweite Aufmerksamkeit gesorgt. Es ist auch nicht zu übersehen, daß sich Sonderinteressen der Wirtschaft in die Schulpolitik drängen. Diese Erscheinungen sind nur zum geringsten Teil Ausdruck eines natürlichen geistigen Entwicklungsprozesses. Sie lassen sich leichter aus dem Zustand erklären, in den ein aus seiner Lebensbahn geworfenes Volk geraten ist. Als Unterworfene haben wir die Ideale derjenigen übernommen, denen die Geschichte scheinbar recht gegeben hat. Deshalb bestimmt unseren gesellschaftlichen Rahmen heute nicht das gemeinsame Wohl sondern das Eigeninteresse, und deshalb auch nicht ein Ehrenkodex sondern das Geld. Die gleichmacherischen Ideologien und der Vorrang einer profitorientierten Wirtschaft bestimmen auch entscheidend das Bildungswesen.

So ist zuerst der Samstag als Schultag weggefallen. Verblieben ist aber der Ehrgeiz, das angewachsene Spezialwissen des technisch-wissenschaftlichen Zeitalters möglichst schon in den Unterricht der allgemeinbildenden Schulen einzubauen. Damit nicht genug, es mußten die Fächer „Wirtschaft und Recht“ sowie „Sozialkunde“ zusätzlich eingeführt werden, in der Mathematik die Informatik. „Deutsch“ und „Geschichte“, die Fächer, welche Lebensart und Lebenssinn vermitteln könnten, werden beschnitten. Trotzdem ist die Schulwoche von Zeitnot und Überlastung geprägt. Das führt zur Überforderung von Lehrern und Schülern und letztlich zur Resignation. Dieser sachliche Notstand dehnt sich auf den geistig-seelischen aus. Es kommt nämlich auch zum Verzicht auf die Erziehungsrolle der Schule. Als ergänzender Partner des Elternhauses bei der Charakter- und Herzensbildung der Kinder fällt die Schule heute praktisch aus. Die Gender- und Antidiskriminierungsideologie will – im Gegenteil – die Schule nötigenfalls zum Gegenspieler der Eltern machen, wenn es um die sexuelle Aufklärung geht. Widerstrebende Mütter sind schon vor Gericht gezerrt worden. Hier macht sich der Staat zum Gehilfen einer verwerflichen Ideologie und bestraft die Auffassung von Eltern, die in der Frühsexualisierung der Kinder einen entwicklungsschädlichen Eingriff sehen. Das deutsche Bildungssystem hat seit jeher darauf abgezielt, durch vielseitiges Wissen und ethische Haltung des Nachwuchses das auszugleichen, was unserem Land an natürlichen Reichtümern fehlt. Wie steht es dann um unsere Zukunft, wenn die Schule nicht mehr in ihre alte Rolle zurückfindet?

Der heutige Zustand, geprägt von Ideologie, Zeitnot und Beziehungslosigkeit des Wissens führt zu einem Unvermögen, das schon die Schüler empfinden. Eine Abiturientin aus Hamburg, Swantje Köhler, hat es am 24. September 2014 im Compact-Forum unter dem Titel „G8: Kinderarbeit unter dem Deckmantel der Bildung“ beschrieben (Auszüge):

„Das Wissen wächst stetig, ja gerade zu exponentiell. Allein in den letzten zehn Jahren hat unsere Wissenschaft in der Technik und Naturwissenschaft enorme Kenntnisse dazu gewonnen. Nur im Bildungswesen scheint der Fortschritt zum Stillstand gekommen zu sein.
Je mehr Wissen es gibt, desto länger bedarf ein Mensch, sich dieses Wissen anzueignen. Sicher, alles kann man niemals wissen, und dies soll auch nicht das Ziel sein. Doch für einen selbstbestimmten, kritischen Menschen bedarf es einer guten, fundierten Allgemeinbildung.
Unser Bildungssystem sollte hierfür die Stütze sein. Es sollte ein breites Spektrum an Wissensvermittlung abdecken, denn unsere Schulbildung legt den Grundstein für unsere späteren beruflichen Erfolge und den Geist des künftigen Deutschlands.
Wie sieht es wirklich aus? Unsere Bildung ist seit Jahren Teil unseres kapitalistischen Systems; sie ist rein wirtschaftlich orientiert. Reformen werden nicht nach ihrem nachhaltigen allgemeinen Nutzen, sondern dem wirtschaftlichen Vorteil und Kostenpunkt verabschiedet. So wundert es kaum, daß vor zehn Jahren eine neue Sparreform aufkam: G8 – das verkürzte Gymnasium. Nun sollten Schüler ihr Abitur nicht mehr wie jeher in 13 Jahren erreichen, sondern durch Streichen der 11. Klasse schon nach 12 Schuljahren. Dies bringe finanzielle Einsparmöglichkeiten für den Staat und obendrein sei es ein Lösungsweg für unsere demographisch alternde Gesellschaft. Die Lebensarbeitszeit der Deutschen wurde durch die Schulzeitverkürzung erhöht. Die Schüler beginnen ihre Berufsausbildung ein Jahr früher, so daß auch der Wirtschaft jüngere Berufseinsteiger mit Abitur und Hochschulreife zur Verfügung stehen. Eine lächerliche Rechnung, wie sich nun zeigt. Denn durch die Einsparung des 13. Schuljahres, muß das Wissen komprimiert werden. Selbst durch die Erhöhung der Wochenstundenzahl in vielen Bundesländern von 30 auf durchschnittlich mindestens 33 – in der Praxis oft eher 40 Wochenstunden – kann nicht die gleiche Zeit zum Lernen zur Verfügung gestellt werden wie beim altbewährten 13jährigen Modell. Also muß der Lehrplan `abgespeckt` werden, wie es die Reformbefürworter nennen. Weniger Bildung, weniger freie, selbstgestaltbare Zeit. Langfristig betrachtet nicht sehr vielversprechend.“ . . .

„Wer profitiert, ist die Wirtschaft. Unsere hörige Politik, dominiert von Lobbyisten und Handlangern großer Konzerne, arbeitet Hand in Hand mit einer Stiftung, die langsam zu einem heimlichen Bildungsministerium mutiert. Hinter der schön klingenden Maxime der Stiftung, `Verbesserung der Bildung`, steht der Plan, das Bildungssystem zu funktionalisieren und immer weiter an die Bedürfnisse der modernen, internationalen Wirtschaft anzupassen.
So schafft die Bertelsmann-Stiftung des internationalen Medien- und Dienstleistungskonzerns Bertelsmann AG durch ihren subtilen Einfluß ein zunehmend ökonomisches Bildungsverständnis. Sowohl in der erziehungswissenschaftlichen Theorie als auch der pädagogischen Praxis zeigt sich die Stiftung als wahrer Guru. Die Verkürzung der Schulzeit, Entrümpelung der Lehrpläne und wirtschaftsorientierte Fächer, zählen zu ihren propagierten Verbesserungen`. Wer nicht mitzieht, darf gehen.“

Diese Klage kann noch ins Grundsätzliche ausgeweitet und an einzelnen Stellen verdeutlicht werden. Es ist dabei zu betonen, daß die Ursache aller Zielverfehlungen der Gleichheitswahn oder die Hinnahme eines hemmungslosen Individualismus sind. Zur Klarstellung: Der Individualist ist nicht mit der eigenständigen Persönlichkeit zu verwechseln, dem früheren deutschen Bildungsziel! Das dreistufige deutsche Schulsystem – von der Volksschule bis zur Universität – war trotz sich wandelnder Bildungsideale jahrhundertelang erfolgreich und war die Grundlage für die Leistungsfähigkeit unseres Volkes. Seine Stärke bestand darin, daß es an die unterschiedlichen Begabungen der Menschen angepaßt war. Jede Begabungsgruppe konnte angemessen und ohne traumatisierenden psychischen Druck auf den einzelnen gefördert werden. Als Ergebnis standen für jeden Leistungsanspruch in Wirtschaft, Verwaltung und Verteidigung die entsprechend vorgebildeten Menschen zur Verfügung. Und jeder von ihnen konnte mit der inneren Gewißheit ins Arbeitsleben eintreten, daß er mit seinen Fähigkeiten – gerade so, wie sie ihm von der Natur gegeben waren – gebraucht wurde.

Seit dem Krieg bestimmen die Lehre von der Gleichheit aller Menschen und die Hypermoral den Kurs. 1964 wurde der Bildungsnotstand erfunden. Es wurde die Einheitsschule gefordert bzw. eingeführt. Es wurde der Zugang zum Gymnasium freigegeben; das heißt, nun wird auf eine Eingangsprüfung verzichtet, sodaß statt ehemals 10% heute 50% aller Jahrgänge ans Gymnasium übertreten. Damit begann der seelische Druck auf die Minderbegabten auf der Gymnasialstufe. Nun kam die Hypermoral zum Zug: keiner sollte sich als Versager erweisen müssen. Also mußte man die Anforderungen zurückschrauben; auch die weniger Begabten sollen zum Abitur kommen. Und dies angesichts eines – wie beschrieben – angewachsenen Lehrstoffs. Gleichheitsfimmel und Humanitätsträume hatten ihre Höhepunkte aber noch vor sich. Die Masseneinwanderung trieb ihnen bzw. dem deutschen Bildungsweg weitere Opfer zu. Auch sprachunkundige Kinder aus mehreren Völkerschaften kommend, Kinder mit völlig anderer Lebens- und Lernhaltung als die deutschen werden zu gemeinsamen Schulklassen zusammengezwungen. Wo sie die Mehrheit erreichen, wie in allen Städten, unterdrücken die Fremdstämmigen die deutschen Mitschüler, was sich gewiß nicht günstig auf deren Lernfortschritte auswirkt, von der Unterrichtsatmosphäre und vom Unterrichtserfolg insgesamt ganz abgesehen. Inzwischen hat man auch noch die „Inklusion“ entdeckt, das heißt, die Aufnahme von geistig oder körperlich minder bis stark behinderten Kindern in normale Schulklassen. Manche dieser Zöglinge bräuchten eine ständig anwesende Begleitperson, damit z.B. wegen eines Toilettenganges die Klasse nicht eine halbe Unterrichtsstunde sich selbst überlassen ist. Und wo bleibt das Mitgefühl, wenn man den Behinderten unter den Gesunden fortwährend seine Benachteiligung erleben läßt oder ihn gar der Hänselei aussetzt? Warum muß dem weniger Begabten der seelische Schmerz zugefügt werden, daß ihn sein Mangel zum Gespött der Klasse macht, daß er täglich erleben muß, in allem der Letzte zu sein? Er trägt nicht die Schuld daran, daß der Unterricht nicht vorankommt!

Allein durch diese äußeren, ideologisch herbeigezwungenen Mißstände muß der Wissens- und Bildungsgrad unserer Schulen absinken; die volle Auswirkung ist noch gar nicht erreicht!
Hinzu kommen die Folgewirkungen der Überlastung, wie sie die Hamburger Abiturientin beklagt.

Die Zeitnot erlaubt im Unterricht kaum eine Wiederholung und Einübung des Stoffes. Es fehlt die Zeit, das speziell Gelehrte in den größeren Rahmen des allgemeinen Wissens und des Lebens einzuordnen. So bleibt das Gelernte beziehungslos, wird nur für die Prüfung gebüffelt und danach gleich wieder vergessen. Es wirkt sich für die Oberstufe fatal aus, wenn hier die Grundlagen fehlen, die in der Mittelstufe gelegt werden sollten. Die langen Unterrichtstage vermindern die Zeit und die Konzentrationsfähigkeit der Schüler für Hausaufgaben, die der Vertiefung des Wissens und dem selbständige Arbeiten dienen sollen. Im Mathematikunterricht muß auf Beweise und die Anwendung von Beweismethoden weitgehend verzichtet werden; dadurch gewöhnen sich die angehenden Akademiker bereits frühzeitig an die ungeprüfte Anwendung vorgelegter Sätze und Regeln. Auch die Einführung des Taschenrechners fördert den unkritischen Glauben an die „wissende höhere Instanz“, hier also des kleinen Zaubergeräts. Das Gleiche gilt auch für den immer dürftiger und lückenhafter werdenden Geschichtsunterricht, der sich oft auf dogmenartige Lehrsätze stützt, die nicht geprüft werden dürfen. – Die vielgepriesene Kritikfähigkeit des Bürgers beschränkt sich auch unter Akademikern schon heute auffallend häufig auf ihre persönlichen Vorteile. Hat sie die Schule eingeschliffen?

Durch den Verzicht auf die Vor-Auslese geraten Schüler ans Gymnasium, denen von ihrer Veranlagung her die Neugier oder überhaupt das Interesse am Lehrstoff und Lernen fehlt. Sie werden trotzdem mitgeschleift, indem gleich allen Schülern fortlaufend größere Leistungsabstriche zugestanden werden; das Gesamtniveau muß dadurch sinken. Wie stark das Abitur inzwischen entwertet ist, zeigt die Notwendigkeit von Vorkursen bei verschiedenen Universitätsstudiengängen. Sie zeigt sich aber auch daran, daß der öffentliche und private Dienstleistungsbereich das Abitur fordert, wo man sich ehedem mit dem Volksschul- oder Mittelschulabschluß begnügt hat.
Die Hauptschule scheint sich zum Vorhof des Billigarbeiterreservoirs der Wirtschaft zu entwickeln, in dem sich hauptsächlich die Einwanderer sammeln.

Zusammenfassend ist festzustellen, daß ein Mangel an musischer, geistes- und kulturgeschichtlicher, persönlichkeits- und gemeinschaftsbildender Schulung das hervorstechende Merkmal unseres ganzen Bildungswesens ist. Wenn dahinter nur politische Blindheit und Unfähigkeit stehen, dann ist es für unsere Zukunft als Kulturnation höchste Zeit, das Ruder herumzureißen. Unsere Bildungspolitik könnte sich am russischen Präsidenten orientieren. W. Putin sagte am 19. September 2013 im Valdai-Club unter anderem: "Rußlands Kraft für heute und kommende Jahrhunderte liegt in der Ausbildung, in der Kreativität, in der physischen und geistigen Gesundheit seiner Menschen, und nicht in erster Linie in seinen Bodenschätzen. … Um einen Menschen, einen Patrioten auszubilden, müssen wir die Rolle der großen russischen Kultur und Literatur wieder herstellen." Ein ehemaliger Kommunist konnte offenbar dazulernen, unsere christlichen, sozialistischen oder liberalen Politiker nicht?

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